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Interview mit Fabian Grasser

Das Studium als Techniker2Bachelor in Clausthal

Fabian Grasser ist Student im vierten Hochschulsemester an der Technischen Universität Clausthal in der gleichnamigen Stadt Clausthal-Zellerfeld im Harz. Sein Bildungsweg begann mit der Staatlichen Realschule in Kempten, welche er 2010 abschloss. Die Ausbildung zum Industriemechaniker hat er 2014 erfolgreich bei der Firma Swoboda KG beendet.  Nach der Lehrzeit gehörten zu dem Tätigkeitsfeld als Servicetechniker die Instandhaltung, Optimierung und der Bau von Produktionsanlagen für die Automobilindustrie. Den zweiten Bildungsweg an der Technikerschule Allgäu als staatlich geprüfter Maschinenbautechniker mit der Fachrichtung Maschinenbautechnik hat er 2017 abgeschlossen. Im selben Jahr hat er dann den Bachelor-Studiengang Maschinenbau an der TU-Clausthal begonnen.

1.       Sie haben nach der Techniker-Ausbildung ein Hochschulstudium aufgenommen. Was waren ausschlaggebende Gründe für diesen Schritt?

Die Faszination in der Fachrichtung Maschinenbau, welche sich bei mir seit der Ausbildung ausgeprägt hat, war der Hauptgrund für die Aufnahme des Studiums. Zudem suchte ich eine neue Herausforderung und wollte durch das (Selbst-)Studium an einer Universität auch meine Persönlichkeit weiterentwickeln.

 2.      Der staatlich geprüfte Techniker ist auf dem Arbeitsmarkt hoch bewertet und steht in den Qualifikationsrahmen auf einer Stufe mit dem Bachelor. Welchen Mehrwert haben Sie sich von einem Hochschulstudium versprochen?

Die Hochschule ermöglicht es, die zuvor erlernte Praxis von der Technikerschule und der Ausbildung mit theoretischem Wissen zu verknüpfen. Durch das Anstreben des Masters erhoffe ich mir im späteren Arbeitsleben neue Perspektiven und Möglichkeiten.  

 3.      Berufliche Bildung und Hochschule – das sind oft zwei getrennte Welten. Wie würden Sie Ihre heutigen Erfahrungen als „Wanderer“ zwischen diesen Welten zusammenfassen?

Die berufliche Bildung ist sehr praxisnah und anwendungsorientiert gehalten und bietet in meinen Augen eine gute Grundlage, um den an der Hochschule sehr theoretischen und mathematischen Teil besser verknüpfen zu können. Beide Bildungswege geben aber jeweils auf ihre eigene Art spannende Einblicke.

 4.      Wenn Sie drei Wünsche frei hätten: Was sollten Fachschulen auf der einen, Hochschulen auf der anderen Seite tun, um beruflich qualifizierten Studierenden entgegen zu kommen?

Sehr hilfreich ist ein zusätzlicher Matheleistungskurs an der Fachschule, da hier in meinen Augen die größten Defizite bei dem Beginn eines Studiums liegen. Ein Mathekurs für Quereinsteiger seitens der Hochschulen vor oder während dem Semester geben hier zusätzlich Hilfe und Unterstützung für die Klausuren. Wünschenswert von Seiten der Hochschulen ist auch eine unkomplizierte Anrechnung der erbrachten Leistungen. Das Techniker2Bachelor-Programm der TU Clausthal ist mit der pauschalen Anrechnung ein gutes Vorbild.

 5.     Vielleicht zum Abschluss eine knappe Antwort (ein Satz): Würden Sie den Schritt in das Studium aus Ihrer heutiger Sicht noch einmal gehen?

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Studium nach dem Techniker eine lohnende Erfahrung ist, die ich von meiner Seite jedem empfehlen kann. Allerdings sollten der hohe Aufwand und die aufzubringende Disziplin nicht unterschätzt werden.

 

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